Die Geschichte der Deutsche Doggen
„Man sieht sie, aber man hört sie nicht."
Dies charakterisiert eine wesentliche Eigenschaft der Deutschen Doggen: Ihre Ruhe, Ausgeglichenheit und keine Neigung zum Kläffen. Im Typ einem edlen Pferd ähnlich, im Gangwerk elegant, leicht federnd, dem Fremden mißtrauisch gegenüber, der Familie ein anhänglicher Freund.
Eine planmäßige Züchtung mit der Rassebezeichnung Deutsche Dogge gibt es seit 1879, als bei einem gemeinsamen Treffen von Züchtern in Berlin der erste gültige Rassestandard aufgestellt wurde. Neun Jahre später, am 12.01.1888 wurde der Deutsche Doggen Club 1888 e.v. gegründet. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde mit der Zuchtbuchführung begonnen.
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Die Deutsche Dogge soll gebaut sein wie ein schönes Pferd, alles an ihr soll Ebenmass, schöne Form sein. Sie vereint in ihrer Gesamterscheinung Grösse, Kraft und Eleganz. Sie hat nicht das Plumpe des Mastiff, ebensowenig die zu schlanke und leichte,
an den Windhund erinnernde Form, sondern hält die Mitte zwischen beiden Extremen.
Hier sehen Sie zwei prominente Doggenliebhaber aus alten Zeiten -
Fürst Otto von Bismarck (1815 bis 1898)- der erste Reichskanzler mit seinen Doggen Tyras (li .) und Rebecca (re.)

Im Hause Bismarck gab es ca. 60 Jahre lang Deutsche Doggen.
Die Namen waren Tyras, Kilian, Moro, Florian, Fanny, Flirt, Dutor, Tamin, Rebecca, Tizian, Bruce, Kaspar und Pussy.
Alle Doggen haben nach ihrem Tod eine Steinplatte mit eingemeißeltem Namen erhalten.
amen erhalten.
Ein Tyras war es auch, der bei einer Unterredung Bismarck´s mit dem russischen Premierminister Alexander Gortschakoff (1798-1883) den lebhaft gestikulierenden Russen in bester Verteidigungsabsicht zu Boden warf und somit kurzfristig den Frieden in Europa gefährdet hatte. Bismarck hatte sich mehrfach entschuldigt.

Blickt man weiter in die Geschichte zurück, so gab es schon immer große doggenartige Hunde. Es wäre aber müßig all diese Hunde als die direkten Vorfahren unserer Deutschen Dogge anzusehen. Von den Assyrern, den Römern, über Alexander dem Großen (er brachte die Tibetdogge nach Griechenland) bis zu den Persern wurden doggenartige Hunde als Kriegshunde gezüchtet und eingesetzt. Man bezeichnete sie schon damals als Molosser.
Im Mittelalter wurden doggenähnliche Hunde hauptsächlich zur Großwildjagd verwendet. Auf dem Gebiet Deutschlands wurden schon im 7. Jahrhundert große schwere Hunde gehalten, die u.a. als Bullenbeißer, Hatzrüden, Bärenfänger, Saurüden u.ä. bezeichnet wurden. In England gab es bereits im 16. Jahrhundert mehrere Rassen, die man als direkte Vorfahren unserer Deutschen Dogge ansehen könnte. Dazu gehört der Mastiff und der Irish Wolfshound. Sie bildeten die Grundlage für die Englischen Doggen im 19. Jahrhundert. Es waren vorwiegend Hunde des Adels, die für die Jagd o. als Kammerhunde eingesetzt wurden. Das Ende der Monarchie und die Entwicklung des Bürgertums wirkte sich auch direkt auf die Zucht großer doggenartiger Hunde aus. Die Bedeutung der Großwildjagd ging zurück. Es waren von nun an immer mehr große Wach- und Begleithunde gefragt
Einmal Dogge - immer Dogge"
dieses Sprichwort wurde von Haltern der Deutschen Dogge geprägt, die eine zweite Hunderasse vielleicht zusätzlich, aber niemals ganz gegen ihre Dogge austauschen würden. Einer der Gründe dafür ist ihr hervorragendes Wesen, das sie zum idealen Familienhund macht.
Doggen sind ständig bemüht ihrem Herrchen zu gefallen. Sie fügen sich völlig harmonisch in das „Rudel" Familie ein und entwickeln eine intensive Bindung an ihren Rudelführer. Aus diesem Grund ist sie nicht für eine ständige Zwingerhaltung geeignet. Kindern gegenüber ist sie immer aufgeschlossen und ein guter Gefährte.
Die Deutsche Dogge besitzt eine Sensibilität wie kaum eine andere Hunderasse. Sie kann die Körpersprache ihres Herrchens so genau lesen, daß man vermuten könnte ihre innere Bindung zum Menschen sei stärker als alles andere. Doggen leiden dementsprechend auch unter einer kurzzeitigen Trennung. Diese starke Bindungsfähigkeit wird auch dadurch deutlich, daß sie sich eindeutig als Herrchens rechte Hand fühlen und auch bereit sind ihn im Ernstfall zu verteidigen.
Laut FCI Standard gehört die Deutsche Dogge zu den Begleit-, Wach- und Schutzhunden. Es wird ein selbstsicherer, unerschrockener, leichtführiger und gelehriger Begleithund mit hoher Reizschwelle ohne aggressives Verhalten gefordert. Die hervorragenden Eigenschaften der Deutschen Dogge sind unbestritten, man sollte aber nicht vergessen, daß sie trotz aller Beteuerungen ein Hund bleibt, der im Rudel bestrebt ist eine feste Rangordnung aufzubauen, in dem das dominante Alfa-Tier an der Spitze steht.
Rassestandard für die Deutsche Dogge
Die Deutsche Dogge vereinigt bei einem großen, kräftigen Körperbau Stolz, Kraft und Eleganz. Die Harmonie ihrer Erscheinung durch wohlproportionierte Linienführung, sowie ihr besonders ausdruckvollen Kopf lassen sie wie eine edle Statue erscheinen.
Das Wesen ist freundlich, liebevoll und anhänglich gegenüber ihren Menschen, besonders gegenüber den Kindern. Bei Fremden ist sie reserviert und zurückhaltend aber wachsam. Gefordert wird eine Deutsche Dogge, die selbstsicher und leichtführig ist, ein Begleit- und Familienhund mit einer hohen Reizschwelle, ohne Agressivverhalten.
Der Kopf soll in Harmonie zur Gesamterscheinung, langgestreckt, schmal, markant und ausdrucksvoll sein, fein gemeißelt , besonders die Partie unter den Augen.
Die Nase ist gut ausgebildet, mehr breit als rund und mit großen Öffnungen. Die Nase muß schwarz sein, ausser bei schwarzweißgefleckten Doggen, bei diesen ist eine schwarze Nase erwünscht, eine schwarz gefleckte oder fleischfarbene ist zu tolerieren.
Der Fang soll tief und möglichst rechteckig sein.
Die Augen sind mittelgroß, mit klugem, lebhaftem Ausdruck, rund und möglichst dunkel. Bei blauen Doggen sind hellere Augen zulässig, bei schwarzweiß gefleckten Doggen sind helle Augen, oder Augen von unterschiedlicher Farbe zu lässig. Die Augenlider sollen sehr gut anliegen.
Die Ohren sind von Natur aus hängend, hoch angesetzt und von mittlerer Größe.
Der Rücken der Dogge ist kurz und straff, in einer geraden Linie, geringfügig nach hinten abfallend.
Die Lenden sind leicht gewölbt und breit und sollten kräftig bemuskelt sein.
Die Kruppe ist breit und stark bemuskelt, vom Kreuzbein bis zum Rutenansatz leicht abfallend.
Die Rute reicht bis zum Sprunggelenk, ist hoch und breit angesetzt und verjüngt sich zum Ende hin gleichmäßig. In der Ruhestellung mit natürlichem Schwung herabhängend. Beim Laufen wird die Rute leicht säbelartig getragen jedoch nicht wesentlich oberhalb der Rückenlinie. Eine Bürstenrute ist nicht erwünscht.
Der Brustkorb reicht bis zu den Ellbogengelenken, ist gut gewölbt mit weit zurückreichendem Rippenbogen. Die Brust ist breit mit ausgeprägten Vorbrust.
Die untere Linie des Bauches ist nach hinten gut hochgezogen und bildet mit der Unterseite des Brustkorbes eine schön geschwungene Linie.
Die Schultern sind kräftig bemuskelt. Das Schulterblatt ist lang und schräg liegend. Es bildet mit dem Oberarm einen Winkel von etwa 100 bis 110 Grad.
Die Pfoten sind rundlich, gut geschlossen und hoch gewölbt, ähnlich wie bei Katzenpfoten. Die Fussnägel sind dunkel, kurz und gewölbt.
Das gesamte Knochengerüst ist stark bemuskelt, so das die Kruppe, die Hüfte und die Oberschenkel breit und abgerundet erscheinen. Von hinten betrachtet stehen die kräftigen, gut gewinkelten Hinterläufe parallel zu den Vorderläufen.
Der Gang ist harmonisch, geschmeidig, raumgreifend und leicht federnd. Die Läufe müssen sich von vorne und von hinten gesehen, parallel bewegen.
Die Haut ist straff anliegend und gut pigmentiert. Bei schwarzweißen Doggen entspricht die Pigmentverteilung der Fleckung.
Die Beschaffenheit des Haarkleides ist sehr kurz, dicht, glänzend und glatt anliegend. Die Deutschen Doggen werden in verschiedenen Farben gezüchtet, in gelb, gestromt, gefleckt, schwarz und blau.
Die Ernährung der Deutschen Dogge
Fertigfutter oder BARF ?
BARF steht für "Bones And Raw Food" - Knochen und Rohes Futter -, aber auch für "Biologically Appropriate Raw Foods" - Biologisch Angemessenes Rohes Futter -.
BARF ist Futter, welches aus frischen Zutaten vom Hundebesitzer selber zusammengestellt und roh verfüttert wird. Das Fleisch wird weder gekocht noch gebraten. Man ist bestrebt, so weit wie möglich die Ernährung eines wild lebenden Caniden - Hundeartigen -, wie zum Beispiel die des Wolfes, zu imitieren. Es wird versucht, ein Beutetier mehr oder weniger gut nachzuahmen. Dazu werden frische Zutaten wie Fleisch, Knochen, Innereien und Gemüse und Obst verwendet. Pflanzliche Bestandteile erhält der Wolf durch das Fressen des Inhalts des Verdauungstraktes vom Beutetier. Mit der Fütterung von ein wenig Getreide könnte man das Fell des Beutetieres nachahmen und mit Ölen wertvolle Fette. Wolf und Hund ähneln sich vom Verdauungstrakt her noch zu 98%. Folglich braucht der Hund tatsächlich noch dasselbe Futter, was ein Wolf frisst bzw. fressen würde. Von Fleisch alleine könnte ein Wolf oder Hund jedoch nicht leben. Zusätzlich braucht er die oben genannten Bestandteile des Futters, deshalb ist eim Barfen eine abwechslungsreiche Kost wichtig.
Bis zur Erfindung des Fertigfutters vor ca. 70 Jahren, bestand Hundefutter hauptsächlich aus rohen, fleischigen Knochen, sowie zu einem geringeren Anteil an Muskelfleisch, Innereien und anderen vollwertigen Rohstoffen tierischen und pflanzlichen Ursprungs. Gekochte Nahrung und Getreide machten nur einen ganz kleinen Teil aus.
Fertigfutter ist praktischer, schnell gekauft und dem Hund gegeben, da gegen ist nichts zu sagen. Gerade bei sehr großen Hunden die täglich ca. 1 Kilo Fleisch und Knochen brauchen würden, ist es sicher eine guten Möglichkeit, beides zu geben.
Jede Fütterungsart hat ihre Vor- und Nachteile und jeder Halter muss selber entscheiden, was am besten zu ihm und seinem Hund passt. Viele Hundehalter machen einen Kompromiss und werten das Fertigfutter mit Frischfutter auf. Oder sie wechseln tageweise zwischen Rohfütterung und Fertigfutter ab. Auf jeden Fall ist es außerordentlich wichtig nur ein sehr hochwertiges Fertigfutter zu geben. Leider ist es in den meisten Fällen schwierig für den Hundebesitzer die tatsächliche Zusammensetzung des Futters zu erkennen und oft wird mit Angaben über den Inhalt geworben der nicht zutrifft. Wir informieren Sie gerne.
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